Creditreform: 1,8 Prozent mehr Neugründungen im Jahr 2009
Laut Informationsdienst Creditreform ist der Schritt in die Selbständigkeit in diesem Jahr wieder eine Alternative zu Arbeitslosigkeit und den verschlechterten Arbeitsmarktperspektiven: So nahm die Zahl der Gewerbeanmeldungen gegenüber dem Vorjahr (833.300) um 1,8 Prozent auf 848.000 zu.Allerdings steigen die Abmeldezahlen ebenfalls: 740.300 wirtschaftliche Existenzen werden 2009 voraussichtlich aus den Registern gelöscht — das bedeutet ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (732.300). Per Saldo weist die Gründungsbilanz für Deutschland einen Zuwachs in Höhe von 107.700 Firmen auf.
Unter den Neueintragungen waren 191.200 Unternehmen, die bereits zum Gründungszeitpunkt größere wirtschaftliche Aktivität entfalten (Vorjahr: 185.200 Unternehmen). Diese wirtschaftsaktiven Gründungen haben 2009 gut 435.000 Arbeitsplätze geschaffen. Den größten und einen wachsenden Beschäftigungsbeitrag lieferte der Dienstleistungssektor mit 250.000 Stellen.
Den höchsten Anteil aller Neueintragungen weist der Dienstleistungssektor auf. 25.700 der rund 99.000 neuen Unternehmen sind im Bereich der Unternehmensdienstleistungen (26,0 Prozent) angesiedelt, weitere 12.520 sind Dienstleister im konsumnahen bzw. personenbezogenen Segment (12,7 Prozent). Hinzu kommen im dienstleistungsnahen Bereich u. a. 3.070 Neulinge im Gast- und Beherbergungsgewerbe, 3.340 Transport- und Logistikbetriebe und 2.540 Ver- und Entsorgungsunternehmen. Das Verarbeitende Gewerbe stellt 7,0 Prozent (6.890 Firmen) aller HR-Gründungen - Kfz-, Groß- und Einzelhandel 18,2 Prozent (18.060 Firmen).
Neulinge investieren stärker als etablierte Firmen und bauen ihre Kapazitäten trotz Wirtschaftskrise aus. Zwei Drittel (66,3 Prozent) der Gründer planen Erweiterungsinvestitionen. Unter den älteren Unternehmen (länger als zwei Jahre am Markt) sind es lediglich 49,1 Prozent. Dabei müssen junge Unternehmen infolge der restriktiven Finanzierungsbedingungen verstärkt auf eigene Mittel ausweichen. 77,5 Prozent der Unternehmensgründungen (ältere Firmen: 61,3 Prozent) finanzieren vorrangig mit Eigenkapital. (cb)






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